SWIMcampusPeople

Zurück >>>
übergeordnete Seite

Home >>>
www.swimcampus.ch

www.swimcampus.ch


Jungfrau-Marathon 8. September 2007
Erlebnisbericht von Schwimmerin Andrea Aeberhard

 

Schwimmen, das Basistraining für Ausdauersportarten 2012: Frank Bertisch >>>
Jungfrau-Marathon 2007: Andrea Aeberhard >>>

Jungfrau-Marathon 2006: Anita Reimann >>>
Messe Frankfurt Marathon 2006: Ursula Marti >>>
Bieler - Lauftage, 100 Km - Lauf Biel 2006: Simon Baumgartner >>>

Ich begann an den Erfolg zu glauben und wollte die 5 Stunden unbedingt erreichen.

Andrea Aeberhard am Insel-Ligerz Schwimmen im August 2007Jungfrau-Marathon 2007

Offizielle Resultateliste Jungfrau Marathon 2007 >>>
Jungfrau-Marathon >>>
Streckenbeschreibung Jungfrau Marathon >>>

Andrea Aeberhard:
5:01.08,0
Kategorie F20
Rang 121
Durchschnitt/km 7.08 min

Andrea Aeberhard am Insel-Ligerz Schwimmen >>>

Andrea Aeberhard hat ihr ambitioniertes Ziel am Jungfrau Marathon erreicht.Andrea Aeberhard hat ihr ambitioniertes Ziel am Jungfrau Marathon erreicht.

Ich war sehr gespannt, wie sich dieses Training auswirken würde. Mein Ziel war, den Marathon in 5 Stunden zu absolvieren. Obwohl dieses Ziel sehr ambitioniert schien, hoffte ich sehr, es erreichen zu können.

Bern, 16. September 2007

Dieses Jahr startete ich zum zweiten Mal am Jungfrau-Marathon. Im Gegensatz zum letzten Jahr, als die Teilnahme ohne vorgehendes Training vor allem ein Experiment war, habe ich mich dieses Jahr immerhin 9 Wochen lang mit einem gezielten Training auf das Rennen vorbereitet. So habe ich unter anderem auch mehrere Bergtrainings (Niederhorn, Niesen, Stockhorn, Wengernalp) gemacht. Ich war sehr gespannt, wie sich dieses Training auswirken würde. Mein Ziel war, den Marathon in 5 Stunden zu absolvieren. Obwohl dieses Ziel sehr ambitioniert schien, hoffte ich sehr, es erreichen zu können.

Ich habe mir die Wettkampfstrecke auf die 5 Stunden aufgeteilt und mir den Zeitplan auf einem Zettel festgehalten, den ich während des Laufes bei mir hatte.

Als ich merkte, dass ich mich schon auf den ersten Kilometern genau an den Zeitplan halten konnte, gab es mir Hoffnung, dass mein Plan gelingen könnte. Nach den ersten, relativ flachen 25 Kilometern, freute ich mich auf die Abwechslung des steilsten Aufstiegs der Strecke, der „Wand“ von Lauterbrunnen nach Wengen, da sie durch die andere Belastung in gewisser Weise fast etwas Erholung bietet. Nach der „Wand“, als es wieder weniger steil in Richtung Wengwald ging, fühlte ich mich immer noch sehr gut. Auch in Wengen stimmte die Zeit noch mit der Planung überein.

Nun begann ich an den Erfolg zu glauben und wollte die 5 Stunden unbedingt erreichen.

Nach Wengen hatte ich gewisse Probleme, meinen Zeitplan mit den Streckenangaben in Einklang zu bringen. Irgendwie hatte sich ein Fehler in den Plan eingeschlichen. Das war etwas verunsichernd, aber auf der Mettlenalp angekommen, stellte ich fest, dass meine Zeit immer noch gut war. Bei der Abzweigung zum Wixi war ich etwas zu langsam, aber das Ziel schien immer noch in der geplanten Zeit erreichbar.

Nach der Verpflegung im Wixi errinnerte ich mich noch an den Tip von Urs, sicherheitshalber noch einen Gel zusätzlich einzupacken für die letzten dreiviertel Stunden.

Ich lief noch einmal ein paar Meter zurück und holte einen. Ich hatte mich immer gut verpflegt, viel getrunken und jede Menge PowerBars gegessen. Ich wollte auf keinen Fall an zu wenig Nahrung scheitern.

Und dann kam der grosse Frust: Einige Hundert Meter nach Wixi gab es Stau. Ein kurzer enger Anstieg brachte die Läuferinnen und Läufer zeitweise zum Stillstand.

Es war zum Verzweifeln. Sollte ich meine geplante Zeit wegen dieses blöden Staus verpassen? Ich fragte einen Läufer neben mir, ob es wohl noch für 5 Stunden reichen könnte. „Das kannst du vergessen“ war die niederschmetternde Antwort.

Da ich mich noch sehr fit fühlte, wollte ich es trotzdem versuchen.

Als der Stau sich wieder auflöste, gab ich Vollgas. Wenn es mehr Platz gab, überholte ich immer wieder mit kleinen Zwischenspurts Läufer vor mir und arbeitete mich in der Kolonne vor. Mein Ziel war, nach 4:52 das Ende der Moräne zu erreichen, dann könnte es noch klappen. Als ich endlich oben war, zeigt die Uhr 4:55 oder 4:56. Nun gab es Platz und es ging nur noch abwärts.

Ich rannte los, spurtete den letzten kurzen Gegenanstieg hinauf und dann gings auf den letzten Kilometer. Ein regelrichtiger Schlussspurt! Ich habe dafür wohl knapp 4 Minuten gebraucht.

Und dann war das Ziel da. Bei 5 Stunden 1 Minute blieb die Uhr stehen. Ich hatte es geschafft! Zwar fehlte die 4 an erster Stelle, aber das war mir egal, ich fühlte eine grosse Befriedigung. Ich hatte eine Zeit erreicht, die ich noch vor einigen Monaten als kaum erreichbar eingeschätzt hatte.

Andrea Aeberhard und Urs Neu am Insel-Ligerz Schwimmen im August 2007Nun wartete ich auf Urs und hoffte, dass er bald kommen würde und auch eine gute Zeit erreichen würde. Als er nach einer Viertelstunde noch immer nicht in Sicht war, begann ich mich zu sorgen, ob er einen Einbruch gehabt habe. Dann, nach 5:22h kam er ins Ziel, 16 Minuten schneller als letztes Jahr.

Andrea Aeberhard nach einem Outdoortraining Schwimmen

 

 

 

Ich bin überzeugt, dass auch das Schwimmtraining von Jürg und Sandra für die Leistungssteigerung mitverantwortlich ist! Das Schwimmtraining hilft u.a., den Kreislauf zu stärken, die anaerobe Schwelle zu erhöhen, und die Delfinlektionen fördern die Rumpfmuskulatur, die auch zum Laufen essentiell ist. Ich kann Schwimmen als Ergänzungssport zum Laufen nur wärmstens empfehlen. Ganz herzlichen Dank an Sandra und Jürg für das tolle Training!

Andrea Aeberhard

 


© 2002-2018 SWIMcampus

Comments: Jürg und Sandra Baumeister-Zarro