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Ironman Hawaii am 15. Oktober 2005
Erlebnisbericht von Serge Meyer

 

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Ironman Hawaii 2005 - ein ErlebnisberichtSerge Meyer am Ironman Hawaii 15. Oktober 2005

Serge Meyer erfolgreich am Ironman Hawaii, 15. Oktober 2005

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Bern, 29. Oktober 2005

Serge Meyer hat den diesjährigen Ironman auf Hawaii mit einer ausgezeichneten Zeit von 08:51:18 Stunden beendet. Von den insgesamt 1688 ins Ziel einlaufenden Athleten und Athletinnen belegte er den 30. Rang, wurde erster in seiner Kategorie M30-34 und zweiter von insgesamt 53 teilnehmenden Schweizern und Schweizerinnen.

SWIMcampus Welche Gedanken gingen dir auf dem Weg zum Start durch den Kopf?

Serge Der Weg von unserer Unterkunft bis zum Start dauerte ca. 40 Minuten. Ich ging das ganze Rennen im Kopf nochmals durch und versuchte mir vorzustellen, was alles auf mich zukommen wird und was ich eventuell vergessen haben könnte.

Mein besonderes Augenmerk galt der persönlichen Verpflegung. Ich zählte nochmals alle Gels und nahm mir fest vor, sie zum richtigen Zeitpunkt zu essen. Auch dann, wenn mir nur schon beim Gedanken an Süsses fast übel wurde.

Respekt hatte ich vor dem Bodymarking. Beim letzten Mal war dies nicht optimal organisiert und hatte meinen Zeitplan erheblich durcheinander gebracht. Meine Sorgen stellten sich aber als unbegründet heraus: unsere Arme und Beine wurden in Rekordzeit beschriftet.

Ich freute mich auf diesen Wettkampf. Einerseits hatte ich mich während Monaten auf diesen Tag eingestellt und zum anderen verlief die ganze Vorbereitung so wie ich es geplant hatte. Ich konnte mir keine Versäumnisse vorwerfen und fühlte mich gut vorbereitet.

In der Taperingphase werde ich zudem immer unruhig und fühle mich im Vergleich zu den Wochen unmittelbar davor schwer und unbeweglich. Es war also höchste Zeit, dass ich endlich starten konnte.

SWIMcampus Wo hast du dich beim Schwimmstart hingestellt und wie bist du beim Schwimmstart weg gekommen?

Serge Meyer am Ironman Hawaii 2005 bei der Zielankunft SchwimmenSerge Ich war ganz auf der linken Seite beim BodyGlove Boat.

Ich gehöre nicht zu den schnellsten Schwimmern und hatte keine Lust, mit unnötigen Prügeleien Kraft zu vergeuden.

Weggekommen bin ich recht gut und war in einer Gruppe, wo ich relativ locker mitschwimmen konnte.

Im Nachhinein muss ich sagen, dass ich wahrscheinlich auch in einer schnelleren Gruppe hätte mitschwimmen können. Ob ich dann nach acht Stunden immer noch gleich viele Körner zur Verfügung gehabt hätte, ist die andere Frage.

 

 

SWIMcampus Ein Offizieller beschrieb den Radkurs als Witz mit den Worten „no heat, no wind, no hills“. Wie ist die Radstrecke wirklich und wie ist es dir gelaufen?

Serge Meyer am Ironman Hawaii 2005 beim RadfahrenSerge Bei der Radstrecke gehen die Meinungen tatsächlich stark auseinander. Der Parcours ist wellig und nie ganz flach. Zum Wendepunkt in Hawi steigt die Strasse längere Zeit an. Steiler als 6% ist es aber nirgends und auf den 180 km hat es ca 1500 Höhenmeter zu bewältigen. Hitze und Wind variieren von Tag zu Tag.

Die Schauermärchen, die teilweise von Tri-Teamlern zum Besten gegeben werden, haben sich in den 6 Wochen, die ich insgesamt auf Hawaii verbracht habe, noch nie bestätigt.

Diese Strecke ist meine Lieblingsstrecke. Entsprechend war ich motiviert und die Fahrt in der Lave-Wüste gelang mir ganz gut.

Natürlich wäre ich gerne unter 4:30 gefahren, was durchaus möglich gewesen wäre, wenn da nicht noch der Marathon gewesen wäre ...

Der Kurs ist abwechslungsreich und kann komplett in der Aeroposition gefahren werden. Ein schnelles Set Up des Bikes und eine windschlüpfrige Sitzposition zahlen sich in Hawaii auf alle Fälle aus.

SWIMcampus Wie hast du den Wechsel vom Radfahren zum Laufen erlebt und wie beurteilst du deine Laufleistung?

Serge Meyer am Ironman Hawaii 2005 auf der LaufstreckeSerge Als ich mit dem Rad Richtung Wechselzone fuhr, sah ich Alexander Taubert vor mir vom Rad steigen und Olaf Sabatschus laufend aus der Wechselzone kommen und hörte im Lautsprecher etwas von erstem Age-Grouper.

Ich fühlte mich noch immer erstaunlich gut und nahm mir die Zeit, um Socken anzuziehen und die Laufschuhe gut zu schnüren.

Locker konnte ich den Ali'i Drive hin und zurück laufen. Aber das war schon vor zwei Jahren so, bis an der Palani Road (Aargauerstalden auf hawaiianisch) der Hammermann kam.

Ein verpasstes Gel machte sich in diesem Jahr ausgerechnet in diesem steilsten Stück des Marathons bemerkbar.

Aber Cola erwies sich einmal mehr als Zaubertrank und auf dem Queen K' Highway konnte ich meine angestrebte Pace weiterlaufen. Dass es eine Zeit unter 3:10 geben könnte, habe ich lange Zeit nicht geglaubt.

Im Nachhinein muss ich sagen, dass beim Ironman die Einteilung der Kräfte immer noch das Wichtigste ist.

SWIMcampus Nochmals herzliche Gratulation zum guten Resultat und vielen Dank für das Interview.


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Comments: Jürg und Sandra Baumeister-Zarro